Das Think Animal Blog

Mit unserem Blog möchten wir mit unseren Kunden in einen vertiefenden Dialog treten. Die Beiträge sollen Denkanstöße bringen und auch einen Erfahrungsaustausch über das eigentliche Training hinaus ermöglichen.

Anmerkung

Die Beiträge stammen zum Teil von unseren Kunden - und müssen daher nicht mit der Meinung von Think Animal übereinstimmen!
Gerade diesen Meinungsaustausch, die Diskussion, das Nach-Denken soll hier auf dieser Seite ausgelebt werden!

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Donnas Tagebuch, 3.3.08, Wer ist hier der Chef?

Birgit Exenberger mit Donna, 03. 03. 2008

Liebes Tagebuch,

 

wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich war mit meinem Frauchen soviel unterwegs (überall durfte ich nach meinen Leckerchen suchen!), da hab ich dich glatt vergessen!

Dafür hatte ich vor genau drei Wochen DIE Idee: Ich hab beschlossen Chef zu werden!!!

Jetzt wirst du dich fragen: Was heißt denn das? Na ja, ganz einfach:

1. Ich tue, was ich will (egal was mein Frauchen sagt);

2. Ich sage meinem Frauchen was sie zu tun hat, z. B. wann wir spazieren gehen oder spielen;

3. Ich bestimme was, wann und wie viel ich fresse (das ist wohl der wichtigste Punkt!).

Und da Veränderungen am besten von allen unbemerkt geschehen sollten, habe ich langsam begonnen, mein Ziel umzusetzen.

Zuerst ignorierte ich die Befehle meines Frauchens . Sie hat das gar nicht so ernst genommen, den Kopf geschüttelt und etwas wie „hoffentlich ist die Pubertät bald vorbei“ gemurmelt.

Ein paar Tage später bellte ich mein Frauchen, das gerade gemütlich, mit einem heißen Tee und Knabbereien, nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa saß, an (gute 10 Minuten! – das ist mein neuer Rekord!), fraß die Knabberein und trug die Hauspatschen davon.

Den restlichen Abend verbrachte ich allein im Vorraum.

Kurz darauf fand ich ein einsames Schusterlaibchen auf der Küchenarbeitsplatte, das niemand haben wollte,  ……………………… und fraß es ratzeputz auf; man soll ja schließlich nichts verderben lassen! Angeblich ging an diesem Abend mein Herrchen hungrig zu Bett (selber schuld, wenn man sich nicht zur rechten Zeit um sein Abendessen kümmert!).

Um meine neu erlernten Fähigkeiten (strecken und Gegenstände fischen) zu perfektionieren, legte ich am nächsten Tag gleich eine Übungsstunde ein. Frauchen war gerade im Keller mit den Blumen beschäftigt, da probierte ich aus, was ich nicht alles in der Küche erwischen kann. Und weißt du was? Ich komme auf der Küchenarbeitsplatte bis zur Rückwand! Wirklich! Als Belohnung bekam ich einen ganzen Kuchen (Ameisengugelhupf! Herrlich!) ……………….. und Küchenverbot auf Lebenszeit!

Chef sein ist gar nicht so einfach, das kann ich dir sagen! Keiner ist dann mehr so nett zu dir, nicht einmal dein Frauchen! Guttis bekomme ich jetzt nur mehr, wenn ich einen Befehl prompt befolge. Tu ich das nicht, werde ich geschimpft, muss den Befehl schlussendlich doch ausführen und mich mit einem kleinen Lob begnügen.

Wenn mein Frauchen isst, muss ich mich vom Essen (und auch vom Teller) fernhalten, sonst sitze ich im Voraum. Dort lande ich auch ab dem fünften Beller (meinen Rekord werde ich daher wohl kaum brechen).

Ich glaube, das mit dem Chef sein überlege ich mir besser noch einmal!

Pfötchen, Donna

Stichwörter: Tagebuch, Pubertät

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