Das Think Animal Blog

Mit unserem Blog möchten wir mit unseren Kunden in einen vertiefenden Dialog treten. Die Beiträge sollen Denkanstöße bringen und auch einen Erfahrungsaustausch über das eigentliche Training hinaus ermöglichen.

Anmerkung

Die Beiträge stammen zum Teil von unseren Kunden - und müssen daher nicht mit der Meinung von Think Animal übereinstimmen!
Gerade diesen Meinungsaustausch, die Diskussion, das Nach-Denken soll hier auf dieser Seite ausgelebt werden!

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Beiträge zum Stichwort Hundetraining

Menschensuche

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 10. 05. 2008

Heute haben wir mit "Menschensuche" (mantrailing) begonnen. Da wir keine Wettkampfdisziplin daraus machen wollen, dürfen die Hunde mit allen ihren Sinnen, Seh-, Gehör- und Geruchsinn den ihnen vorgegebenen Geruch verfolgen.

Begonnen wird damit, die Handlung mit dem Kommando zu verknüpfen. Der Hund lernt "ja, was soll ich denn überhaupt tun". Dies haben wir heute gemacht, indem wir die Hunde zu ihnen bekannten Menschen geschickt haben.

Das Kommando zur Menschensuche lautet "Benno, wo ist..."
Damit soll verknüpft werden: bei diesem Kommando soll nach dem, entlang, auf dem Geruch eines bestimmten Individuums so lange gesucht werden bis man (Hund) dort ist. Kurz: "Ich soll zu jemandem hinlaufen".

Angezeigt wird entweder durch Zurückkommen auf der eigenen Fährte oder, und das wäre in freiem Gelände durchwegs angebracht, an der 10m Fährtenleine (siehe auch die nordischen Elchhunde, die als sogenannte "Bandhunde", also an einer langen Fährtenleine, geführt werden) damit dem Hund durch Jäger oder Wild kein Schaden zugefügt wird. Das heißt, wir werden dazu nicht unbedingt eine Verweistechnik (Anzeigetechnik, "ich habe jemanden gefunden") benötigen.
Sollte jemand mögen, kann man dies ohne Probleme dazu verknüpfen. Siehe zum Beispiel als sogenannt "Verbringer" ausgebildete Hunde, die beim Fund ein sogenanntes "Bringsel" ins Maul nehmen und so dann anzeigen, "ich habe jemanden gefunden".

Erster Schritt: "Wo ist das Herrli/Frauli": Auf Sicht, möglichst einfach, damit wir die vom Hunde richtig gezeigte Handlung belohnen können. Herrli und Frauli stehen nur soweit von einander entfernt, dass der Hund sicher zu dem Gefragten hinläuft. Lob und Zuwendung kommt einerseits beim Gefundenen, andererseits beim Sender. Hier muss man aufpassen, daß der Sender nicht interessanter wird als der Gefundene "denn da bekomm ich das Keks".

Damit lernt der Hund also, "wenn ich zu demjenigen hingehe, freuen wir uns gemeinsam" und "wenn ich wieder zum Absender hingehe, ist meine Mission erfüllt".
Diese Art der Suche ist sehr schwierig, da der zu Suchende später irgendwo sein kann, also keine (kleine) Fläche oder ein Ort eingegrenzt werden kann.
Daher macht es nur Sinn, daß der Hund alle seine Sinne nutzen kann, wie übringens bei der Fährtensuche auch, denn Fährte ist genauso "Spur" am Boden wie "Geruchsstrasse" in der Luft und warum soll ich nicht, wenn ich das Objekt schon höre oder gar sehe direkt darauf zugehen? Ausserhalb des Hundesports, in der Praxis der Jagd wird dies durchwegs so praktiziert.

Die Suche mit der Nase alleine benötigt natürlich die meiste Konzentration, aber warum machen wir es unseren Hunden denn immer so schwer, wenn wir doch "gemeinsam arbeiten" möchten? Wir selbst nehmen doch auch durchwegs den direkten Weg des geringsten Wiederstandes - oder?

Stichwörter: Menschensuche, Flächensuche, mantrailing, Hundetraining

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Vom Lernen bei Hunden, Fairness und Menschen

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 15. 11. 2008

Viel zuviele wissen viel zu wenig über das Lernen beim Hund...

...Verlangen zu schnell zu viel vom Hund, nämlich konsequentes Arbeiten, wenn nicht mal der Mensch einen zeitlichen Lernplan im Kopf hat, sondern einfach meint, dass das vermeintlich Gelernte "eh schon gehen" müsse. Gleich von Anfang an unter stärkster Ablenkung unter anderen Hunden oder (treib)jagbaren Tieren kann Hund nicht vertrauensvoll positiv mit Erfolg lernen. Es werden übrigens die Beschwichtigungssignale viel zu wenig beachtet, denn "der muas foign". Ja, meine ich auch, aber ihrem Ausbildungsgrad entsprechend. Die, die unter stärkster Ablenkungung ihre Kommandos können, kann ich demnach auch richtig einschätzen und Konsequenz verlangen, ohne scharf werden zu müssen.

Der Weg dahin mit Zara war für beide lange und steinig, am meisten für sie, da ich viel zu wenig wusste und immer noch lerne. Sie kommt im übrigen zumeist gemütlich trabend, den Kopf links und rechts wendend an, da dies ihrer normalen Höflichkeit entspricht. Mein Rüde Sirius, ebenfalls Husky, kam immer in einem Bogen an, abenfalls der normalen Höflichkeit entsprechend. Blacky saust heran, allerdings nicht ohne kleinen höflichen Bogen und Blinzeln, Hektor letztendlich schiesst heran, fast in mich hinein, ein richtiger Arbeitshund mit wenig Individualdistanz, gänzlich unhöflich. Allerdings nicht immer, da er sich unter stärkster Ablenkung wie Wild oder "komische Menschen" einfach noch nicht "auch noch" auf mich konzentrieren kann.

Letzthin waren wir in der Gruppe unterwegs. Hatte wie so oft wenig Aufmerksamkeit für meine eigene Hündin, also hatte sie die auch nicht, *FAIRNESS!*. Ich sah sie irgendetwas nachsausen, ein Pfiff, ein Herkommenskommando, und - sie stoppte hinter einem Busch, sah mich an, und sagte: so, nun ruf noch ein paarmal nach mir, wie du dich die ganze Zeit eben um die anderen bemühst, bemüh' dich doch auch mal um mich.
Wir haben kein Dominanzproblem, meine Hunde haben das Problem, dass sie in einer Hundepension leben, und immer nur den "Rest" der Aufmerksamkeit kriegen. D.h. das, was ich von meinen Hunden verlange, nämlich Aufmerksamkeit und konsequentes Arbeiten, muss ich erst mal können :) das erscheint mir nur fair, daran muss ich arbeiten.

Stichwörter: Hundetraining, Training, Beschwichtigungssignale

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Think Animal Hundetraining Salzburg

Respektvolle Zusammenarbeit von Hunden und Menschen