Beiträge zum Stichwort Tagebuch
Donnas Tagebuch, 20.01.2008

Birgit Exenberger mit Donna, 23. 01. 2008
Liebes Tagebuch,
mein Name ist Donna von Klein St. Veit. Ich bin ein Berner Sennenhund und 9 Monate alt. Alle meine Freunde nennen mich "Donna". Mein Frauchen Birgit sagt auch "Hund" zu mir und zwar immer dann, wenn ich etwas angestellt habe. In letzter Zeit kommt dies durchaus öfter vor - laut meinem Frauchen ist die Pupertät daran schuld (was auch immer das ist).
Gestern haben wir mit meiner Trainerin Diana (da schaust du, gell? Ja, ich hab wirklich eine Trainerin ganz für mich alleine!) mit der Flächensuche begonnen. Das war ein Spaß! Mein Frauchen schmeißt mit Leckerchen um sich und ich darf sie suchen und fressen! Und das ist wirklich meine Lieblingsbeschäftigung - Fressen! Und zwar alles. Äpfel, Karrotten, Taschentücher, Socken, Holz, Hasenbemmerl und ....... lassen wir das besser.
Zurück zum Training: Zunächst muss ich mich am Rand einer Wiese hinsetzen und sitzen bleiben (gar nicht so einfach). Mein Frauchen geht dann ein paar Schritte weg und wirft sich dort Kekse vor die Füße. Dann werde ich gerufen und soll die Kekse finden, natürlich beginnend bei Frauchens Füßen. Wenn ich ein Keks überlaufe, gibt es beim nächsten Versuch weniger Kekse. Ich sag dir, dass ist gar nicht so einfach, insbesondere weil ich immer schneller sein muss als meine Freundin Daphina, die auch mitmacht. Hat Daphina nämlich schon alle ihre Kekse gefunden, hilft sie mir beim Suchen.
Mein Frauchen ist schon ganz begeistert von meinen Fortschritten. Und weißt du warum? Ab Herbst werde ich als Steinpilz-Suchhund eingesetzt; ja, ja, ich muss mir mein Futter hart verdienen nach dem Motto: Tausche Steinpilz gegen Futter. Mehr erzähl ich dir nächstes Mal!
Pfötchen, Donna
Stichwörter: Tagebuch, Training, Flächensuche
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Donnas Tagebuch, 3.3.08, Wer ist hier der Chef?

Birgit Exenberger mit Donna, 03. 03. 2008
Liebes Tagebuch,
wie schnell doch die Zeit vergeht! Ich war mit meinem Frauchen soviel unterwegs (überall durfte ich nach meinen Leckerchen suchen!), da hab ich dich glatt vergessen!
Dafür hatte ich vor genau drei Wochen DIE Idee: Ich hab beschlossen Chef zu werden!!!
Jetzt wirst du dich fragen: Was heißt denn das? Na ja, ganz einfach:
1. Ich tue, was ich will (egal was mein Frauchen sagt);
2. Ich sage meinem Frauchen was sie zu tun hat, z. B. wann wir spazieren gehen oder spielen;
3. Ich bestimme was, wann und wie viel ich fresse (das ist wohl der wichtigste Punkt!).
Und da Veränderungen am besten von allen unbemerkt geschehen sollten, habe ich langsam begonnen, mein Ziel umzusetzen.
Zuerst ignorierte ich die Befehle meines Frauchens . Sie hat das gar nicht so ernst genommen, den Kopf geschüttelt und etwas wie „hoffentlich ist die Pubertät bald vorbei“ gemurmelt.
Ein paar Tage später bellte ich mein Frauchen, das gerade gemütlich, mit einem heißen Tee und Knabbereien, nach einem langen Arbeitstag auf dem Sofa saß, an (gute 10 Minuten! – das ist mein neuer Rekord!), fraß die Knabberein und trug die Hauspatschen davon.
Den restlichen Abend verbrachte ich allein im Vorraum.
Kurz darauf fand ich ein einsames Schusterlaibchen auf der Küchenarbeitsplatte, das niemand haben wollte, ……………………… und fraß es ratzeputz auf; man soll ja schließlich nichts verderben lassen! Angeblich ging an diesem Abend mein Herrchen hungrig zu Bett (selber schuld, wenn man sich nicht zur rechten Zeit um sein Abendessen kümmert!).
Um meine neu erlernten Fähigkeiten (strecken und Gegenstände fischen) zu perfektionieren, legte ich am nächsten Tag gleich eine Übungsstunde ein. Frauchen war gerade im Keller mit den Blumen beschäftigt, da probierte ich aus, was ich nicht alles in der Küche erwischen kann. Und weißt du was? Ich komme auf der Küchenarbeitsplatte bis zur Rückwand! Wirklich! Als Belohnung bekam ich einen ganzen Kuchen (Ameisengugelhupf! Herrlich!) ……………….. und Küchenverbot auf Lebenszeit!
Chef sein ist gar nicht so einfach, das kann ich dir sagen! Keiner ist dann mehr so nett zu dir, nicht einmal dein Frauchen! Guttis bekomme ich jetzt nur mehr, wenn ich einen Befehl prompt befolge. Tu ich das nicht, werde ich geschimpft, muss den Befehl schlussendlich doch ausführen und mich mit einem kleinen Lob begnügen.
Wenn mein Frauchen isst, muss ich mich vom Essen (und auch vom Teller) fernhalten, sonst sitze ich im Voraum. Dort lande ich auch ab dem fünften Beller (meinen Rekord werde ich daher wohl kaum brechen).
Ich glaube, das mit dem Chef sein überlege ich mir besser noch einmal!
Pfötchen, Donna
Stichwörter: Tagebuch, Pubertät
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